Mein No Poo Selbsttest

Aufgrund meiner Neugierde wollte ich unbedingt „No Poo testen. Das bedeutet übersetzt „Ohne Shampoo“, also auf die ganzen im Shampoo enthaltenen Silikone etc. zu verzichten. Ich hatte seit einigen Monaten irgendwie total gestresstes Haar und kein Mittel wollte Glanz und Kraft zaubern, also war dies sozusagen mein letzter Ausweg.

Aleppo Haarseifen

Aleppo Haarseifen von Najel

Ich informierte mich ein wenig im Internet und entschied mich dann dazu zwei Haarseifen zu kaufen. Die Aleppo-Seifen sind von der Firma Najel, ich bestellte mir einmal die mit Totem Meer Schlamm und noch eine mit Oliven– und Lavendelöl.

Alepposeife mit Oliven- und Lavendelöl.

Alepposeife mit Oliven- und Lavendelöl.

Mit Letzterer begann dann auch mein Haardesaster 😉 Mein Haar neigt von Natur aus sehr dazu fettig zu werden, die enthaltenen Öle in der Seife verstärkten das irgendwie noch.  Eine Woche lang benutzte ich morgens diese Seife und ich weiß wirklich nicht, wie ich so aus dem Haus gehen konnte. Die Haare waren fettig, ölig, schwer und einfach nur eklig. Außerdem war es elektrisch aufgeladen und ich konnte mir kaum die Haare kämmen, es knisterte und flog umher. Ich fühlte mich auch sehr unwohl, aber angeblich war das ja normal in der Umgewöhnungsphase.

Alepposeife mit Totem Meer Schlamm.

Alepposeife mit Totem Meer Schlamm.

Nach dieser Woche nahm ich dann die andere Seife, weil dort kein Öl enthalten war. Dann wurde es auf einmal sofort etwas besser und ich freute mich. Das Problem bei dieser Seife ist, sie riecht nach Kuhfladen und das meine ich ernst. Die Haare riechen dann natürlich auch so und das war echt unangenehm.

Zitronensäure für die saure Rinse.

Zitronensäure für die saure Rinse.

Nachdem das Ergebnis immer noch nicht zufriedenstellend war, googelte ich erneut und stieß auf die „saure Rinse“. Die Rinse setzt sich aus Wasser und Essig zusammen, da sollte jeder für sich experimentieren, welche Menge Essig ok ist. Ich nahm immer eine kleine PET-Flasche (500 ml), füllte ca. 1 cm hoch den Essig ein und goss es dann mit Wasser auf. Das wurde dann nachdem die Seife aus dem Haar gewaschen wurde, über den Kopf geschüttet. Es machte das Haar weich und glänzend, aber es roch natürlich immer leicht nach Essig. Doch immer noch besser als nach Kuhfladen 😉

Ich ersetzte den Essig dann durch Zitronensäure und das war eine tolle Lösung. Das Haar roch wieder angenehm, es gab auch einen leichten Aufhelleffekt und es glänzte schön.

Die Ghassoul Tonerde.

Die Ghassoul Tonerde.

Aber die Seife nervte mich immer mehr und somit stieg ich auf Ghassoul Tonerde um. Die Tonerdebrocken werden in Wasser aufgelöst, auch da muss man erst ein wenig experimentieren. Es sollte dann jedenfalls ein dickflüssiger Schlamm entstehen. Dieser wird ins nasse Haar gegeben und nach ein paar Minuten wieder ausgewaschen. Auch da empfiehlt sich im Anschluss die saure Rinse.

Der Wascherde-Schlamm für die Haare.

Der Wascherde-Schlamm für die Haare.

Eigentlich war dies auch meine liebste Variante, aber nach ca. 3 Wochen bekam ich extremen Haarausfall. Die Tonerde trocknet dann schon irgendwann sehr das Haar aus und es hat bei mir sehr darunter gelitten. Preislich gesehen war es recht günstig. Die Seifen kosten pro Stück ca. 4 € und die Wascherde ca. 8 €.

Ehrlich gesagt bereue ich den Test sehr, da ich nun noch mehr Probleme mit den Haaren habe. Auf welche Haarpflege ich nun umgestiegen bin, werde ich in meinem nächsten Bericht erzählen.

Eure Vanessa

 

 

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