Wie „fair“ ist Fair Trade?

wie-fair-ist-fairtradeGeschäfte, Online Shops oder Versandhäuser, die das Fair Trade Label präsentieren, geben nach außen hin vor an fairen Arbeits-, Lohn- und Umweltbedingungen bei der Produktion und der Herstellung von Rohstoffen und sonstigen Warengütern interessiert zu sein.

Fair Trade steht in Deutschland unter dem Dach der FloCert. Dieser Organisation gehören ca. 25 Länder an. Die Organisation ist bemüht die angeschlossenen Länder mit ihren Bauern und Herstellern und Händlern vor allem sozial vertretbare Arbeits- und Umweltbedingungen zu ermöglichen und diese weiter auszubauen und zu bewahren. Dazu gehören die ein zuhaltenden Kriterien wie etwa Verbot gegen Kinderarbeit, sklavenähnliche Arbeitsbedingungen unter Druck und verqueren Zuständen am Arbeitsplatz, geringe Entlohnung, gesundheitsschädigende Trinkwasserverschmutzung; sowie aber auch der vernünftige Umgang mit Strom und Wasser, die Vermeidung von Schadstoffen und Abgasen, die der Umwelt nicht zuträglich sind. Daneben werden Projekte gefördert zur Bildung der Bevölkerung und dem Gesundheitswesen; insbesondere in den sogenannten „Dritte Welt“ Ländern. Dies umfasst also die gesamte Produktions- und Handelskette bis hin zur Lagerung und Anlieferung.

Das Fair Trade Gütezeichen schließt jedoch nicht zwangsläufig auch die einwandfreie Beschaffenheit der verarbeiteten Roh- bzw. Produktionsstoffe ein. Naturbelassene Materialien ohne giftige Zusatzstoffe werden nicht ausschließlich in jedem Fair Trade Laden angeboten. Es bleibt dir und mir nunmehr überlassen, gezielt nach derartigen naturbelassenen Bekleidungsstücken im Fair Trade Shop oder Ladengeschäft zu suchen.

Der Trend geht erfreulicherweise jedoch vermehrt dahin, dass im Fair Trade Handelsgeschäft gerade Öko-Textilien den Vorrang gegeben wird. Durch vielfältige Aufklärungskampagnen und spezielle Angebots-Aktionen wurde ich genauso für das wichtige Thema sensibilisiert. Auch du kannst, wenn du in einem Fair Trade Geschäft neben biologischen Lebensmittelangeboten, Eco-Möbeln oder Baustoffen, noch zusätzlich auf Öko-Kleidung achtest und speziell nur noch diese kaufst, ein Mitglied in der Kette für faires Handeln werden. Wenn wir in Zukunft mit wachen Augen durch die Läden gehen, im Internet shoppen oder in einem Versandhauskatalog blättern, sollte es möglich sein faires Handeln auch über „normale“ Einkaufsquellen ein wenig zu unterstützen, auch wenn das entsprechende Ladengeschäft nicht explizit mit dem Fair Trade Logo gekennzeichnet ist.

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